Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan

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Die Tai-Chi-Prinzipien

Vorbemerkung: Das Tai-Chi-Prinzip und die Yin-Yang-Komplementarität

Hinter den an anderer Stelle behandelten Essentiellen Punkten steht das "Yin-Yang-Prinzip". Es ist der zugrundeliegende chinesische kulturell-philosophische Hintergrund, das Tai-Chi-Prinzip, nach dessen Gesetzmäßigkeit der Ausgleich von Yin und Yang in einem komplementären Wechselspiel von Gegensätzen erfolgt. Es berührt viele Praktizierende tief und nachhaltig, denn es kann Halt bei der Sinnsuche in einer sich ständig ändernden Welt geben. Das übergreifende "Tai-Chi-Prinzip" beschreibt im Daoismus die "höchste, äußerste Wahrheit" und wird im Zusammenhang mit dem "Yin-Yang-Prinzip" erläutert.

Die Tai-Chi-Prinzipien - die "Grammatik des Yang-Stils"

Ähnlich wie bei Sprachen die Grammatik, so helfen Yangs Prinzipien dem Laien bei der korrekten Ausführung der Solo-Form und den Partnerübungen und bieten dem Fachmann Kriterien, um gutes von schlechtem Tai Chi zu unterscheiden.

Yang-Chengfu Tai Chi Chuan - DTB-Centers and AffiliatesDie 13 bzw. 10 Tai-Chi-Prinzipien ließ erstmalig Altmeister Yang Chengfu aufzeichnen. Sie bilden die "Yang-Stil-DNA" und formulieren eine Art "Grundgesetz für korrekten authentischen Yang-Stil". Diese "Essentiellen Hauptpunkte" heißen in der englischen Fachliteratur als "Principles", "Essentials" oder "Important Points". Yang Chengfus "Zehn Gebote" sind als Fundament des Unterricht in den allermeisten Schulen und ihren Organisationen anerkannt. Und mehr noch: In einer schon seit langer Zeit zersplitterten Verbände-Szene erweisen sie sich sozusagen als ein wichtiges vereinigendes Phänomen. Dieser "Kitt" hilft Vereinigungen bei der Suche nach einer gemeinsamen Identität aller Yang-Stilisten. Denn Altmeister Yangs vorausschauende Methodik hat dazu geführt, daß die ansonsten ja sehr unterschiedlichen Yang-Taijiquan-Stilrichtungen und ihre konkurrierenden Organisationen im Grunde eine übergreifende Einheit bilden könnten und sollten, in der Kampfkunst, Meditation und Gesundheit in Theorie und Praxis kombinierbar sind. Letztlich ist dies auch die Ursache für die hohe Effektivität und weite Verbreitung des Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan. Die spannende und grundsätzliche Frage, ob diese Yang-Stil-Grundsätze auch für die anderen Stile Chen, Wu, Hao und Sun gelten, wird von den jeweiligen Experten unterschiedlich beantwortet.

Doch die ernsthafte Beschäftigung mit diesem "Roten Faden der Überlieferung" und die Frage, was jeweils "genau gemeint" ist, erfordert viel Fachwissen. Dennoch bleiben im Einzelfall bis heute entscheidende Fragen ungeklärt. Eine detaillierte Seite mit Zitat-Belegen und kontroversen Debatten finden Sie hier Die Tai Chi Prinzipien von Yang Chengfu. Eine Review zu unterschiedlichen Übersetzungsvorschlägen hier www.prinzipien.tai-chi-verband.de/

Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan: Training der Essentials mit Dr. Langhoff

Die Tai-Chi-Prinzipien - das "Taiji-Grundgesetz" der Commity

Der Yang-Luchan-Enkel Yang Chengfu (1883-1936) modernisierte und vereinfachte die überlieferte Form seines legendären Großvaters und unterrichtete das zuvor streng gehütete geheime Wissen seiner Familie an eine hohe Zahl von Schülern außerhalb des Familienkreises. Damit ist Altmeister Yang Chengfu sicher der bekannteste Yang-Stil-Meister aller Zeiten!

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien - Richtig Lernen und Richtig Lehren

Laut DTB-Recherchen zur Pädagogik des "Richtig Lernens und Lehrens" übersehen Lehrende beim Unterrichten von Yang Chengfus Taiji-Prinzipien oft die nötige Grundsatz-Entscheidung. Für chinesische Lehrmeister sowie für deutsche Lehrer, die deren quasi-religiöser esoterischer Weltanschauung folgen, sind die Prinzipien "eherne Gebote", während moderne Lehrer westlicher Erwachsenenbildung oft von einer Art "Taiji-Grundgesetz" sprechen und kritischen Faktencheck unterstützen. Mit dieser "Gretchenfrage" steht jeder Lehrer vor dem Entweder-Oder-Scheideweg zwischen Fundamentalismus und Forschung - beides zusammen wird nicht gehen!

 

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien erläutert von Yang Zhenduo in Hamburg

1) Den Kopf gerade aufrichten

2) Die Ruhe in der Bewegung

3) Die Schultern Ellbogen und Handgelenke senken

4)Die Brust senken - Rücken dehnen

5) Das Kreuz entspannen

6) Die Leere und Fülle unterscheiden

7) Inneres und Äußeres verbinden

8) Kraft des Geistes statt Körperkraft

9) Unten und oben des Körpers koordinieren

10)  Bewegung ohne Anfang und Ende

 

 

Die "Essentielle Form (Essential Form)" hat nicht unmittelbar mit den Prinzipien zu tun

Die "International Association" hat mit der Einführung der "Yang-Jun-Kurzform" einen neuen "Hype", dem sich aus der Familie Yang indes niemand angeschlossen hat. Puristen werden Yang Juns "neues Baby" für eine "gelungene Bespaßung" seiner Klientel halten, denn offenbar war es ein Wunsch aus Teilen seiner Schülerschaft. Doch es ist ganz sicher kein gutes Omen, mit relativer Absenkung die Qualität des Lehrinhaltes und die Qualifizierung der Lehrenden zu erhöhen!

Wer glaubt, das Wort "essential" stünde im Zusammenhang mit den "Essentials (Essentiellen Punkten)", also Yang Chengfus Prinzipien, wird schnell eines Besseren belehrt: Die "Essentielle Form" ist offenbar weder von Yang Chengfu noch folgt sie seinen Prinzipien. Zudem ist sie nicht "traditionell". Alles in allem entfernt sich der neue Linienhalter mit der Neu-Entwicklung immer mehr von der früheren Image-Linie als Botschafter der Gesamt-Familie hin zu einem übergreifendem Geschäftsmodell von "Tai Chi als Handelsware".

 Dazu paßt auch das neu-entwickelte Logo des "Yang-Family-Tai-Chi", mit dem sich auch die Frage nach dem angeblich Traditionellem erübrigt. Essentielle Form des Tai Chi Chuan der Yang Familie Nach Cheng Manngs "37-er-Kurzform" und Yang Zhenduos "49-er Wettkampf-Form" hat nun also auch Yang Jun eine eigene "Yang-Stil-Kurzform" aus der Taufe gehoben. Das Licht der Welt entdeckte der "Nachzügler" wohl nicht zufällig - schließlich hatte die Association einen massiven Mitgliederschwund von über 60% innerhalb einer Dekade zu beklagen. Sollten die restlichen Mitglieder bei Laune gehalten werden?